Der Nachwuchs einiger Dinosaurierarten brauchte 3 bis 6 Monate, um zu schlüpfen. Ein Forscherteam um Gregory Erickson von der Florida State University in Tallahassee analysierte mit CT-Scannern und hochauflösenden Mikroskopen versteinerte Dinosaurier-Embryos zweier Spezies, die des Hypacrosaurus und des Protoceratops. Dabei untersuchten sie die Ebner-Linien, die während des Wachstums von Zähnen entstehen. Diese Linien ähneln den Baumringen, die ebenfalls beim Wachstum entstehen.

Die Forscher fanden heraus, dass die Embryos in den rund 200 Gramm schweren Eiern des Protoceratops etwa drei Monate alt waren. Diese Eier wurden in der Wüste Gobi entdeckt. Die Embryos in den etwa 4 Kilogramm schweren und wesentlich größeren Eiern des Hypacrosaurus dagegen hatten ein Alter von fast sechs Monaten. Forscher hatten das Gelege im kanadischen Alberta entdeckt.

Die lange Brutzeit könnte zusätzlich zum Meteoriteneinschlag vor rund 66 Millionen Jahren das Aussterben der Dinosaurier beschleunigt haben. Die lange Brutzeit beinträchtigte die Dinosaurier, mit den sich schneller entwickelnden Populationen der Säugetiere und Vögel Schritt zu halten.

Link zur wissenschaftlichen Abhandlung:

Dinosaur incubation periods directly determined from growth-line counts in embryonic teeth show reptilian-grade development
Autoren: Gregory M. Erickson, Darla K. Zelenitsky, David Ian Kay und Mark A. Norell, 2017
PNAS Early Edition 2017, doi:10.1073/pnas.1613716114 /pdfPDF hier

Unterstützendes Material (pdfPDF)

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